Die Krise im Nahen Osten und infolgedessen stark gestiegene Kerosinpreise wirbeln den internationalen Flugmarkt durcheinander. Die Lufthansa Group reagiert darauf mit einem breiten Maßnahmenpaket: Ältere, unwirtschaftlich gewordene Flugzeuge werden vorzeitig ausgemustert. Dazu zählen die 27 Flugzeuge vom Typ Canadier der im April kurzfristig eingestellten Regionaltochter CityLine. In einem zweiten Schritt werden zum Ende des Sommerflugplans auch sechs Airbus- und Boeing-Flugzeuge älteren Typs die Flotte verlassen.
Durch das Aus der CityLine sind bereits rund 1.000 Flüge pro Woche weggefallen, insgesamt streicht Lufthansa 20.000 Kurzstreckenflüge im laufenden Flugplan bis Oktober. Wichtige Verbindungen werden ersetzt, andere innerhalb der Airline-Gruppe über die sechs Drehkreuze konsolidiert, wenige unrentable Strecken gestrichen.
Durch die Optimierungsmaßnahmen sinkt die Kapazität der Gruppe in angebotenen Sitzkilometern um insgesamt weniger als ein Prozent – bei einem deutlich höheren Effizienzgewinn. Das Maßnahmenpaket entfalte einen überproportionalen Einspareffekt bei den Treibstoffkosten, sichere den Treibstoffbedarf der Gruppe und beschleunige die angestrebte Konsolidierung der Kurz- und Mittelstreckenverkehre, teilt Lufthansa mit.
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