Im November hatte sich die Europäische Kommission bereits dazu geeinigt, jetzt hat das Europäische Parlament das Vorhaben verabschiedet und auch die EU-Mitgliedsstaaten haben bereits zugestimmt: Mit „Count Emissions EU“ wird ein europaweit einheitlicher Standard für die Berechnung von Treibhausgasemissionen eingeführt. Die Methodik basiert auf der weltweit gültigen ISO-Norm 14083:2023 und schafft die Grundlage für transparente, überprüfbare und vergleichbare Emissionsdaten über alle Verkehrsträger hinweg. Die Teilnahme ist zwar freiwillig, doch jedes Unternehmen, das seine Emissionen offiziell ausweist, muss diese einheitliche Methodik anwenden. Dadurch wird sie de facto zum europäischen Standard – und für Unternehmen die Einhaltung von Nachhaltigkeits- und Berichtspflichten erleichtern.
Umsetzungsphase für „Count Emissions EU“
Mit der formellen Zustimmung des EU-Parlaments beginnt nun die praktische Umsetzung. Geplant ist eine schrittweise Einführung einschließlich eines kostenlosen Berechnungstools und gemeinsamer Datensätze mit EU-weit gültigen Durchschnittswerten, Messdaten und standardisierten Emissionsfaktoren sowie Berechnungsgrundlagen. Die meisten Vorschriften der neuen Verordnung treten nach einer Übergangszeit von viereinhalb Jahren in Kraft. Die vollständige Anwendung wird daher bis zum Ende des Jahrzehnts erwartet. Der europäische Geschäftsreiseverband BT4Europe wird die Umsetzungsphase begleiten, um sicherzustellen, dass das neue EU-Tool einfach und praxisorientiert für alle Akteure im Geschäftsreisebereich ausgestaltet wird. Außerdem setzt sich der Dachverband dafür ein, dass weitere Geschäftsreisekategorien wie Hotellerie oder Veranstaltungen mit einbezogen werden, damit Unternehmen ihre Nachhaltigkeit umfassend dokumentieren können. Bislang gilt „Count Emissions EU“ nur für den Verkehrssektor.
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