Unser Kapitän, ein echter Laote, erklärte uns in den nächsten Tagen, dass der Mekong nur auf Sicht und mit Erfahrung befahrbar ist. Aus diesem Grund legten wir jeden Abend am Flussufer an und fuhren am nächsten Morgen weiter. Ein so großer Fluss, der noch nicht mit Tonnen/Signalen ausgestattet ist, überraschte mich erneut. Jedoch bemerkte man auch hier wieder die Ursprünglichkeit des Landes. An den Nachmittagen hatten wir Stopps bei unterschiedlichen kleinen Dörfern, in den wir Tempel und teilweise Elefantenfarmen erkundeten. Wir lernten in den Dörfern die unterschiedlichen Stämme des Landes kennen und erlebten hautnah wie der Kommunismus in Laos gelebt wird. Eine für mich völlig unbekannte Erfahrung. Immer noch leben in Laos 70% der Bevölkerung als Selbstversorger, eine Zahl die mich nachdenklich stimmte.
Leider konnten wir auf unserer Fahrt nicht alle Dörfer anlaufen, da der Flusspegel so hoch wie seit einigen Jahren nicht mehr war. Zum Glück konnten wir jedoch, aufgrund der großen Erfahrung unseres Kapitäns, das Dorf Ban Don Mixay erreichen. Wir mussten von dem größeren Ort Nam Tha in kleinere Boote wechseln um dieses beeindruckende Dorf, in dem die Mittellandlaoten leben, zu erreichen. Vor Ort empfingen uns bereits die Kinder des Ortes, die am schulfreien Sonntag am Fluss viel Spaß hatten. Sie freuten sich sehr über den unbekannten Besuch und waren sehr neugierig.