Pauschalen für Auslandsreisen aktualisiert

Das Bundesfinanzministerium hat die Pauschbeträge für die Verpflegungsmehraufwendungen und Übernachtungskosten mit Wirkung zum 1. Januar 2026 aktualisiert. Für einige ausländische Geschäftsreiseziele wurden sie teilweise kräftig erhöht. Innerhalb Europas sind beispielsweise für die Schweiz, Liechtenstein, Bulgarien, Irland, die Niederlande, Rumänien, Estland und Litauen höhere Pauschalen anzusetzen. Im außereuropäischen Ausland trifft dies unter anderem auf China, Katar, die Vereinigten Arabischen Emirate und einige Ziele in Südamerika und Afrika zu. Insgesamt wurden die Pauschbeträge für rund 40 Länder neu bewertet. Die Anpassungen orientieren sich an den Lebenshaltungskosten und Preisentwicklungen in den jeweiligen Ländern. Obwohl auch in Deutschland die Preise etwa in der Gastronomie deutlich angestiegen sind, bleibt es für inländische Geschäftsreisen bei den bisherigen Pauschbeträgen von 14 bzw. 28 Euro je nach Dauer der Abwesenheit. Zwischen Pauschalen und tatsächlichen Kosten gehe die Schere weiter auf, bemängeln Kritiker.

Komplexität der Regelungen in der Kritik

Der Geschäftsreiseverband VDR und Travel Manager kritisieren zudem den hohen Komplexitätsgrad bei den Regelungen zu Verpflegungsmehraufwendungen, der in den Unternehmen zu erheblichem Verwaltungsaufwand führt. Dazu kommt, dass nicht nur je nach Land, sondern auch zwischen Städten des gleichen Landes unterschiedliche Pauschalen angesetzt werden. So gilt beispielsweise in der Schweiz für Bern ein Spesensatz von 82 Euro pro Tag bei mindestens 24-stündiger Abwesenheitsdauer, in Genf oder Zürich sind es nur 70 Euro. In China gelten 83 Euro für Hongkong, für Shanghai sind es lediglich 48 Euro.

Link: Die neuen Auslandspauschalen 2026

Brille, Smartphone mit Taschenrechner-Display, Euro-Münzen und 20-Euro-Schein liegen auf einem Tisch© Getty Images

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