Das europäische Business Travel-Netzwerk BT4Europe, in dem zehn nationale Geschäftsreiseverbände zusammengeschlossen sind – darunter der deutsche VDR – setzen sich auf nationaler wie auf EU-Ebene engagiert für die Belange der Geschäftsreisebranche ein. Im Fokus steht in diesem Jahr die Abschaffung der A1-Bescheinigung. Dazu gibt bereits positive Signale von EU-Kommission und Parlament, dass sie für kurze Geschäftsreisen abgeschafft wird. Auf EU-Ebene wird die Bescheinigung ab einer Geschäftsreisedauer von sieben Tagen favorisiert. Das wäre schon ein großer Fortschritt gegenüber dem Status quo.
Das zweite große Thema ist die europaweit einheitliche CO2-Berechnung. Die Verbände fordern eine zügige Umsetzung der beschlossenen EU-Initiative Count Emissions, damit die bisherige Uneinheitlichkeit bei der Berechnung ein Ende findet. Darüber hinaus sollte der neue EU-weite ISO-Standard neben dem Verkehr auch Hotels, Meetings und Events einbeziehen, damit Geschäftsreisen ganzheitlich erfasst werden.
Digitalisierung und Abbau von Komplexität
Neben den zwei Großprojekten, die sich BT4Europe für dieses Jahr auf die Fahnen geschrieben hat, zielen weitere Engagements auf den Abbau von Bürokratie und Komplexität, um das Travel Management zu entlasten. Ein Thema ist das Open Sales and Distribution Model (OSDM), eine EU-Initiative zur Digitalisierung des europäischen Bahnverkehrs. Dabei geht es um einen Datenaustausch zwischen den Bahngesellschaften, damit Kunden plattformübergreifend europäische Zugverbindungen buchen können. Die zunehmenden digitalen Einreiseregeln, Passagierrechte und die Komplexität unterschiedlicher Mehrwertsteuer- und Spesensätze bei den Verpflegungspauschalen in Deutschland sind weitere Themen, für die sich die Verbände einsetzen.