Taxi-Knigge international: kleine, feine Unterschiede

Nicht nur die Farbe des Taxis kann sich von Land zu Land unterscheiden – auch Regeln und Gepflogenheiten weichen europaweit in mancherlei Hinsicht voneinander ab. Im Folgenden finden Sie die wichtigsten Punkte, die es auf internationalen Geschäftsreisen zu beachten gilt.

Am Taxistand

Die generelle Vertragsfreiheit in Deutschland macht es möglich, das Taxi grundsätzlich selbst zu wählen, auch wenn es üblich ist, das erste Fahrzeug in der Reihe zu nehmen. Dies gilt auch in den meisten anderen europäischen Ländern. Vorsicht in Großbritannien, Italien und Spanien: Hier ist dies sogar gesetzlich vorgeschrieben. Ausnahmen sind nur möglich, wenn eine Fahrt mit dem Taxi offensichtlich unzumutbar ist oder die gewünschte Zahlungsweise nicht angeboten wird.

Beförderungspflicht

Die Pflicht, Fahrgäste zu transportieren, gilt für Taxifahrer auch auf Kurzstrecken. Eine Begründung für eine Ablehnung ist nur bei Gefahr für die Sicherheit oder Ordnung des Betriebs gegeben, etwa wenn der potenzielle Fahrgast sehr betrunken ist oder sich aggressiv verhält. In Spanien dürfen Taxifahrer zusätzlich auch Fahrten zu Zielen verweigern, die als gefährlich gelten.

Zusatzkosten für Reisegepäck

Während ein Taxi in Deutschland mindestens 50 Kilogramm Gepäck transportieren können muss, werden in einigen Ländern Zusatzgebühren für Reisegepäck fällig, etwa in Portugal. Auch in Paris, Rom und Barcelona fallen unter Umständen zusätzliche Kosten für Gepäck an, das über das Handgepäck hinausgeht.

Der richtige Sitzplatz

Entgegen der Praxis in Deutschland, als Einzelgast vorne neben dem Fahrer Platz zu nehmen, ist es in Ländern wie Polen, Spanien, Portugal oder Italien üblich, hinten zu sitzen. Erst wenn mehr als zwei Fahrgäste mitfahren, wird auch der Beifahrersitz genutzt.

Trinkgeld

Auch wenn zehn bis 20 Prozent Trinkgeld in Deutschland die Regel sind – vorgeschrieben ist das nicht, und das Gleiche gilt auch für viele andere Länder. In Spanien, Italien und Portugal wird es grundsätzlich nicht erwartet. Wer ausgezeichneten Service dennoch honorieren möchte, liegt mit etwa fünf Prozent des regulären Preises richtig. In Österreich, Polen und Irland sind zehn Prozent Trinkgeld die Regel, insbesondere von Touristen und Geschäftsreisenden wird dies erwartet.

Essen und Trinken

Ein saftiger Burger ist eine Quelle für Verschmutzung und Geruchsbelästigung – ganz unabhängig vom Land. In vielen Fällen obliegt es deshalb dem Fahrer zu entscheiden, ob er Essen im Fahrzeug zulässt oder nicht. In Portugal, Polen und Italien ist es sogar verboten, in Spanien muss der Fahrer explizit zugestimmt haben.

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